Guttenbergs Abschiedsrede – kritisch betrachtet

01. März 2011

Zunächst hoffe ich, das die Rede selbst geschrieben und nicht abgeschrieben wurde oder er sie hat schreiben lassen.

“Ich habe in einem sehr freundschaftlichen Gespräch die Bundeskanzlerin (Angela Merkel, CDU, Anm.) informiert, dass ich mich von meinen politischen Ämtern zurückziehen werde und um meine Entlassung gebeten.

Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens. Ich gehe ihn nicht allein wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit – wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlaß wäre.

Schön das ein Funken Einsicht kommt.

Der Grund liegt im Besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann. Ich trage bis zur Stunde Verantwortung in einem fordernden Amt. Verantwortung, die möglichst ungeteilte Konzentration und fehlerfreie Arbeit verlangt: Mit Blick auf die größte Bundeswehrreform in ihrer Geschichte, die ich angestoßen habe und mit Blick auf eine gestärkte Bundeswehr mit großartigen Truppen im Einsatz, die mir engstens ans Herz gewachsen sind.

Wenn allerdings – wie in den letzten Wochen geschehen – die öffentliche und mediale Betrachtung fast ausschließlich auf die Person Guttenberg und seine Dissertation statt beispielsweise auf den Tod und die Verwundung von 13 Soldaten abzielt, so findet eine dramatische Verschiebung der Aufmerksamkeit zu Lasten der mir Anvertrauten statt.

Unter umgekehrten Vorzeichen gilt Gleiches für den Umstand, dass wochenlang meine Maßnahmen bezüglich der Gorch Fock (Segelschulschiff der deutschen Marine, Anm.) die weltbewegenden Ereignisse in Nordafrika zu überlagern schienen.

Hier wird schon wieder an von dem eigentlichen Problem abgelenkt. Genau das Anrecht hat die Öffentlichkeit und Medienwelt sich ihrem Problem zu widmen, dass nicht erkannt wurde, dass solch ein Fehlverhalten dem Ansehen der deutschen Politik und dem Bildungsstandort Deutschland im In- und Ausland schadet. Dabei ist es gleichgültig, dass es bedauerlicherweise andere negative Ereignisse gab.

Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich dies nicht mehr verantworten. Und deswegen ziehe ich – da das Amt, die Bundeswehr, die Wissenschaft und auch die mich tragenden Parteien Schaden zu nehmen drohen – die Konsequenz, die ich auch von anderen verlangt habe und verlangt hätte.

Es geht nicht darum, dass hier Dinge auf dem Rücken der Soldaten ausgetragen werden, sondern um es noch einmal zu erwähnen, um die Fehleinsicht der Einschätzung der Schwere des Vergehen des Plagatierens, begangen durch einen Repräsentanten des Volkes in solch einer hohen Position und der daraus folgenden politischen Konsequenz und dem Schaden der Glaubwürdigkeit der deutschen Politik.

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GuttenPlug Wiki

01. März 2011

Die kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Karl-Theodor von Guttenberg ist im GuttenPlug Wiki zu finden.

Mein persönlicher Dank an die Initiatoren der Aktion.

Mehr als 61.000 Personen haben den offenen Brief an die Bundeskanzlerin unterschrieben. Stand: 01.03.2011

Harald Schmidt über Baron zu Guttenberg

28. Februar 2011

Kritik zu Guttenberg

28. Februar 2011

Staatsrechtler, Professor Oliver Lepsius von der Universität Bayreuth, mit einer vernichtenden Kritik gegen Guttenberg.

“Der Mann hatte einen bewussten Vorsatz des plagiierens … ”
“Was würde ein Psychologe zu solch einem Fall von Wirklichkeitsverdrängung meinen?”

Rücktritt Herr von zu Guttenberg, denn Adel verpflichtet.

Wikileaks’ Cablegate

20. Dezember 2010

No End In Sight

09. Dezember 2010

The Iraq Inquiry

29. Oktober 2010

All about The Iraq Inquiry including videos of the interviews and the written transcripts.

Fair Play

25. September 2010

Steps

aufg.: Edinburgh/Scotland

time for tea

20. September 2010

Teatime

Last chance for a cup of tea

aufg.: Caledonian Canal/Scotland

offen oder geschlossen

15. September 2010

Türen

Wie soll man sich an warmen Tagen verhalten?

aufg.: Berliner S-Bahn


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